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Presse
20.11.2009, 11:10 Uhr | rga-online vom 20.11.2009; F. Michalczak Übersicht | Drucken
Partei ehrte Urgesteine
Von Frank Michalczak


Es war das Jahr 1969, als eine Gruppe "junger Wilder" (unter anderem mit Edmund Biekowski und Friedel Müller) antrat, Radevormwald zu verändern und nach vorne zu bringen. Sie alle waren Mitglieder der CDU, die damals einen "so intensiven Wahlkampf hinlegte wie nie wieder" - blickte am Mittwochabend der stellvertretende Bürgermeister Horst Enneper zurück. Der Lohn in jenem Jahr: die absolute Mehrheit im Stadtrat.


Einige dieser "jungen Wilden" wurden bei der CDU-Versammlung im Bürgerhaus als Jubilare ausgezeichnet. 40 Jahre sind Hans Römmler, Ewald Katerkamp und Heinz Hermann Becker nun Mitglied der Christdemokraten und erhielten für ihren langjährigen Einsatz die silberne Ehrennadel ihrer Partei. Für jeden einzelnen fand Horst Enneper persönliche Worte.

 

Schließlich hat sich das Trio auf ganz unterschiedlichen Ebenen für Radevormwald verdient gemacht. Hans Römmler zum Beispiel war von 1978 bis 1979 Bürgermeister und sorgte unter anderem mit seinem entschlossenen Vorgehen an der Spitze des Rates dafür, dass das Bürgerhaus gebaut wurde. Auch Heinz Hermann Becker und Ewald Katerkamp waren über viele Jahre im Stadtrat aktiv, wirkten in unterschiedlichen Fachausschüssen mit und brachten dort ihre Kompetenz ein: Der eine als mittelständischer Unternehmer (Heinz Hermann Becker), der andere (Ewald Katerkamp) als Statiker, der uns "Bauzeichnungen erklären konnte", wie Horst Enneper lobte.

 

Auch Ennepers Frau Uschi trat bei der Versammlung ins Rampenlicht. Sie wurde ebenso wie Udo Rüggeberg für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt: "Uschi wagt es, ihrem Horst ab und an zu widersprechen. Wir wissen alle, dass das nicht immer ganz einfach ist . . .", erklärte der CDU-Vorsitzende Christian Viebach über die Jubilarin, die ganz sicher zu den guten Seelen der Rader Christdemokraten zählt.

 

Doch: Es wurde bei dem Treffen, an dem wegen Krankheitsfällen und Parallel-Terminen nicht so viele Parteifreunde wie sonst teilnahmen, auch politisch. Klaus-Peter Flosbach, der oberbergische Bunstagsabgeordnete, brachte Neuigkeiten aus Berlin mit. Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach schwörte seine Parteifreunde auf den kommenden Wahlkampf ein. 2010 wird ein neuer Landtag gewählt: "Wir werden Dich nach Kräften unterstützen", versprach Viebach dem Kandidaten.

 

Er selber blickte auf die Kommunalwahl zurück, die bei der CDU gemischte Gefühle hinterließ. Zwar gewannen die Christdemokraten 16 der 18 Wahlbezirke bei den Wahlen zum Stadtrat. Bei der Bürgermeisterwahl hatte jedoch Dr. Josef Korsten erneut die Nase vorn: "Auch wenn`s ganz, ganz knapp war." Das Stadtoberhaupt, so Viebach, sei aus den Wahlen geschwächt hervor gegangen.

 

"Wir werden ihn nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten messen", kündigte der CDU-Vorsitzende an, der von der Stadtverwaltung im Allgemeinen und Korsten im Besonderen "kreative Ideen" in der katastrophalen Finanzlage erwartet. "Sparen allein kommt aus unserer Sicht nicht in Frage. Wir wollen eine agierende Verwaltung und keine Verwaltung, die nur reagiert." Eines schloss Viebach aus: Es werde im Rat keine Koalitionsvereinbarung der CDU mit potenziellen Partnern geben. "Uns geht es um die Sachfragen."


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